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Mülltrennung und Recycling

Aus alten Zeitungen neue Schulhefte herstellen? Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten des Recycelns. Der Begriff „Recycling“ steht für „Wiederverwertung“ oder „Wiederaufbereitung“. Gemeint ist damit, Abfallprodukte durch Prozesse so aufzubereiten, dass deren Ausgangsmaterialien für die Herstellung neuer Produkte genutzt werden können. Voraussetzung, damit möglichst viel Abfall recycelt werden kann, ist die richtige Mülltrennung.




 Alle wichtigen Informationen zum Thema Mülltrennung findest Du in unserer Infografik: Download

Warum ist recyceln wichtig?

Recycling schützt die Umwelt und das Klima. Doch was heißt das genau?

Die Vorteile:

  1. Rohstoffe werden geschont
  2. Der Energieverbrauch wird gesenkt
  3. CO2 wird eingespart
  4. Deponien werden entlastet und somit auch unser Grundwasser
  5. Weniger giftige Gase durch getrennte Verbrennung



Probleme beim Recycling

Rund 79 % Altpapier wurde im Jahr 2020 in Deutschland recycelt (Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)). Damit gehört dieser Bereich zu den erfolgreicheren in unserem Recyclingsystem. Doch woran liegt es, dass längst nicht alle Abfallprodukte wiederverwertet werden?

Falsche oder ungenügende Mülltrennung: Viele Verbraucher wissen nicht, dass bspw. der Kassenbon eine Beschichtung hat und deswegen nicht in den Papiermüll gehört. Richtig entsorgt ist dieser in der Restmülltonne. Auch gehört der Strohhalm nicht in den gelben Sack, seine Umverpackung wiederum schon. Diese „Fremdstoffe“ in den jeweiligen Recyclingtonnen erschweren den gesamten Prozess. Auch sollte der Aludeckel immer vom Joghurtbecher vollständig abgezogen sein, bevor beides in der gelben Tonne landet. Denn sonst kann der Scanner der Müllanlage die Materialien nicht klar identifizieren und der Joghurtbecher wird möglicherweise nicht recycelt.

Verbundmaterial (auch Verbundwerkstoff genannt): Zwei oder mehr Materialien werden miteinander kombiniert, um die vorteilhaftesten Eigenschaften der einzelnen Komponenten für den gewünschten Anwendungszweck zu nutzen. Ein Beispiel für eine Verbundverpackung ist der Getränkekarton: Er besteht aus mehreren Schichten Papier, Alu und Kunststoff, welche miteinander verklebt sind. Einzeln könnte man jedes der genannten Materialien recyceln. Doch den festen Verbund mit möglichst hohem Reinheitsgrad aufzuschließen, ist extrem schwierig, aufwendig und vor allem energieintensiv. Aus diesem Grund lohnt es sich oft schlichtweg nicht: Sie werden ausgesondert und verbrannt.  

Mehrschichtige Folien: Um Kunststoffe wiederzuverwerten, müssen diese sortenrein vorliegen. Doch um sie an spezifische Anforderungen anzupassen, werden sie häufig von Herstellern miteinander vermischt. Flexible Kunststoffverpackungen wie die Weingummitüte könnten bspw. aus zehn verschiedenen Kunststoffen gefertigt sein. Leider können diese aber in Recyclinganlagen nicht aufgesplittet werden.

Verdreckte Verpackungen: Völlig verdreckte Materialien sind nicht wiederverwertbar. Ist der Pizzakarton mit Käse verschmiert, sollte dieser im Restmüll entsorgt werden, statt in der Altpapiertonne. Aber einen Joghurtbecher ausspülen und damit Wasser vergeuden, ist unnötig. „Löffelrein“ reicht vollkommen.

Dunkel eingefärbte Kunststoffe: Eine grün eingefärbte Shampooflasche mag zwar gut aussehen, jedoch erschwert oder verhindert es das Recycling. Grund dafür sind die Maschinen, die farbiges Plastik nicht erkennen und somit nicht richtig einsortieren können.


Mülltrennung: Was kommt wo rein?

Um möglichst viele Wertstoffe recyceln zu können, ist die richtige Mülltrennung notwendig. Nachfolgend erhältst Du einen Überblick, welche Abfälle in welche Mülltonne reingehören.

Hinweis: Die nachfolgende Liste ist nicht verbindlich. Örtliche Vorgaben können von dieser Auflistung abweichen. Informiere Dich zur Sicherheit bei der Abfallwirtschaftsstelle Deiner Kommune (Stadt, Gemeinde, Kreis) über die gültigen Vorgaben.

♻ Was gehört in den Papiermüll?

️️Unbeschichtetes Papier, Pappe und Kartons:

  • Verpackungen aus Wellpappe, Vollpappe und Papier
  • Schreib- und Kopierpapier, Briefumschläge
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Kataloge, Prospekte, Kalender
  • Bücher, Hefte und Malblöcke
  • Papiertüten und Geschenkpapier

❗ Das gehört hier nicht rein

Papiere mit Beschichtung (Verbundmaterialien), Verpackungen mit Lebensmittelanhaftungen/Verschmutzungen sowie Hygienepapiere:

  • Getränke- und Milchkartons, Coffee-to-go-Becher
  • Aufkleber und Etiketten
  • Backpapier
  • Tapeten
  • Küchenrollen, Papiertaschentücher und Servietten
  • Kassenbons und Fahrkarten

♻ Was gehört in den Biomüll?

Organische Abfälle aus Küche und Garten (Entsorgung von Fleisch- und Fischresten, Speisefetten und Ölen ist kommunal unterschiedlich geregelt):

  • Essensabfälle wie Obst und Gemüse, Brot und Backwaren, Eierschalen
  • Speisereste gekocht, roh oder verdorben
  • Kaffeesatz, Kaffeefilter und Teebeutel
  • Gartenabfälle und Pflanzenreste
  • Holzspäne, Stroh und Heu

❗ Das gehört hier nicht rein

Alles, was sich nicht oder nicht schnell genug zersetzt:

  • Plastiktüten, auch nicht „kompostierbare“ Kunststofftüten bzw. Tüten aus Bioplastik
  • Asche, Ruß und Zigarettenkippen
  • Staubsaugerbeutel und Kehricht
  • Katzenstreu, Tierkot
  • Hygieneartikel wie Windeln und Wattestäbchen
  • Möbelholz und behandeltes Holz (z. B. lackiert)

♻ Was gehört in den Restmüll?

Der restliche Abfall, der nicht trennbar und verwertbar ist:

  • Altmedikamente, Tapeten, Fotos
  • Stark verschmutzte Verpackungen
  • Staubsaugerbeutel
  • Katzenstreu, Asche, Zigarettenkippen
  • Hygieneartikel wie Windeln und Taschentücher
  • Glühbirnen und Halogenlampen, Trinkgläser

❗ Das gehört hier nicht rein

Elektrogeräte, Batterien, Bauschutt, Schadstoffe sowie recycelbare Abfälle:

  • Energiesparlampen und Batterien
  • Föhn, Toaster, Bügeleisen
  • Gartenabfälle, Obst- und Gemüsereste
  • Papier und Pappe
  • Glasflaschen, Babybreigläser
  • Verpackungen aus Kunststoff

♻ Was gehört in den Kunststoffmüll?

Verpackungen aus Kunststoff, Metall sowie Verbundmaterialien (bspw. mit Kunststoff beschichtetes Papier):

  • Getränke- und Milchkartons, Coffee-to-go-Becher
  • Plastiktüten und -flaschen, Folien
  • Gegenstände aus Kunststoff, bspw. Schüsseln, Eimer
  • Tuben und Konservendosen
  • Alufolien und -schalen
  • Gegenstände aus Metall, bspw. Pfannen und Werkzeuge

❗ Das gehört hier nicht rein

Kunststoffe, Metalle und Verbundstoffe ohne Verpackungseigenschaft sowie stark mit Essensresten verschmutzte Verpackungen:

  • Strohhalme, Feuerzeuge
  • CDs, DVDs, Blu-Rays, Kassetten sowie ihre Hülle
  • Spielzeuge und Babyflaschen
  • Kugelschreiber, Klarsichthüllen
  • Drucker-Patronen
  • Nicht geleerte Verpackungen

♻ Was gehört in den Glascontainer?

Glasverpackungen für Lebensmittel sowie pharmazeutische und kosmetische Glasbehälter:

  • Marmeladen- und Honiggläser
  • Obst- und Gemüsegläser
  • Flaschen für Essig, Öl, Ketchup und Soßen
  • Babybreigläser
  • Sekt-, Wein- und Saftflaschen
  • Flakons aus Glas

❗ Das gehört hier nicht rein

Gläser, die nicht als Verpackung gelten, eine andere Glaszusammensetzung oder einen höheren Schmelzpunkt haben:

  • Trinkgläser, Kerzengläser
  • Bleikristallgläser, hitzebeständige Gläser und Opalglas
  • Fensterscheiben und Spiegel
  • Labor-, Fernseh- und andere Spezialgläser
  • Glühbirnen, Lichterketten
  • Keramik und Porzellan, Steingut

♻ Was gehört in den Sondermüll?

Alles, was aufgrund schädlicher Eigenschaften nicht in die Hausmülltonne gehört:

  • Altöl, Klebstoffe und Leim
  • Batterien, Autobatterien
  • Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren
  • Elektrogeräte
  • Spraydosen, Farben und Lacke
  • Sanitärkeramik